| Tramadol | Tramadol ist im Bezug auf die schmerzstillende Wirkung ein eher schwaches Opioid,es ist nur etwa 0,1x so stark wirksam wie Morphin – dennoch hat es ein starkes euphorisches Potential und sollte nicht unterschätzt werden. Tramadol ist zwar nur rezeptpflichtig, davon sollte man sich aber nicht zu dem Trugschluss hinreißen lassen, es sei ungefährlich. Das Abhängigkeitspotential liegt etwa auf dem Level anderer Opioide. Es ist sehr langsam an- und abflutend und hat eine Halbwertszeit von bis zu 10 Stunden inklusive der der aktiven Metaboliten. Aufgrund seiner besonderen Wirkmechanismen ist Tramadol in moderaten Dosen eher stimulierend, von manchen Konsumenten wird dem Tramadol sogar eine leichte MDMA (XTC) – ähnliche Wirkung zugeschrieben – ohne die negativen Aspekte, die MDMA mit sich bringt. Andere hingegen haben nicht so viel dafür übrig. Allgemein gesehen wird Tramadol aber recht gerne konsumiert. Epileptiker, bzw. Menschen mit einer Neigung zu Krampfanfällen sollten es aber auf jeden Fall meiden. Lethale Dosis: Die dl50 bei Ratten wird beim Tramadol von einigen Quellen mit 250mg/kg KG angegeben – beim Menschen ist dieser Wert wohl niedriger, hier können für einen durchschnittlichen, 70kg schweren Erwachsenen schon 10-20mg/kg KG tödlich enden, bei bestehender Toleranz auf Tramadol liegt der Wert entsprechend höher (Wichtig ist hier speziell die Toleranz gegenüber Tramadol, da dieses spezielle Wirkmechanismen besitzt (siehe DetailInfo), wobei es dennoch Kreuztoleranzen zu anderen Opioiden gibt. Applikationsformen: Kapsel, Retardtablette, Tropfen, Injektionslösung, Zäpfchen, Brausetablette Status: Rezeptpflicht, untersteht nicht dem BtmG | ||
| Meptazionol | Meptazinol ist ein sehr selten verwendetes, partiellagonistisch wirkendes Opioid. Mit einer HWZ von nur 2h ist es auch verhältnismäßig kurz wirksam. Es wird z.B. gelegentlich in der Geburtshilfe zur Stillung von Wehenschmerzen eingesetzt. Potenzmäßig liegt es etwa auf dem level von Tramadol, seine partiellagonistischen Eigenschaften lassen vermuten, dass das euphorische Potential eher gering ist (selbst testen konnte ich es bislang nicht, wer Erfahrungen damit gemacht hat, kann diese aber gerne im Forum schildern). Applikationsform: Inj.-Lösung Status: Rezeptpflicht, untersteht nicht dem BtmG | ||
| Dextropropoxyphen | Dextropropoxyphen ist ein in Deutschland nicht mehr zugelassenes Opioid (Handelsname: Develin®), das zur Analgesie und Substitution eingesetzt wurde. Von der Potenz her etwas schwächer als Codein. ehemaliger Status: Rezeptpflicht – unterstand nicht dem BtmG, jetzt allerdings in Anlag II. | ||
| Codein | Codein ist ein recht bekanntes und häufig eingesetztes Opioid, sowohl gegen Reizhusten, als auch gegen Schmerzen. Codein ist in Form vieler Kombinations- und Monopräparate erhältlich. Codein hat eine HWZ von etwa 3-6 Stunden inklusive der Wirkung der aktiven Metabolite. Auch Codein erzeugt ausgeprägte euphorische Wirkungen, im Vergleich zum Tramadol ist Codein aber ein sedierendes Opioid, während Tramadol ein eher aktiv machendes ist. Auch ist das Abfluten von Codein schneller und nicht ganz so sanft, wie das von Tramadol. Durch Veränderungen der Struktur hat man noch stärker wirksame Codeinderivate geschaffen. Die bekanntesten sind Hydrocodon (Potenz ~15x) und Oxycodon (Potenz ~30x). Applikationsformen: Saft, Tropfen, Tabletten, Kapseln Status: Rezeptpflicht – Codein untersteht bis zu 100mg Codein / teilbare Einheit oder 2,5% / ml nicht dem BtmG | ||
| Dihydrocodein | DHC ist etwa 1,1-1,5x so potent wie Codein, ansonsten dem Codein ähnlich. Die obstipierende (verstopfende) Wirkung ist stärker ausgeprägt als die des Codein, zudem wirkt es etwas kürzer. Der klinische Hauptanwendungsbereich ist die Behandlung von starkem Reizhusten, da es, wie auch das Codein eine antitussive Wirkung hat. Desweiteren wird es auch als Analgetikum bei starken Schmerzen verwendet, zur Substitution einer Opioidabhängigkeit ist es hierzulande nicht mehr zugelassen. Applikationsformen: Retardtablette, Tropfen, Saft Status: Wie Codein! | ||
| Tilidin | Tilidin ist das stärkste vollagonistisch wirkende Opioidanalgetikum, welches in Deutschland noch ohne Betäubungsmittelrezept erhältlich ist. Allerdings gilt diese Btm-befreiung nur für Tilidin-Naloxon-Kombinationen mit einem Anteil von 8% Naloxon (bezogen auf die Base). Mit dieser Kombination sollen zwei Dinge erreicht werden: Einerseits, um dem hochdosierten Missbrauch ab 300-400mg einen Riegel vorzuschieben. Anderseits, und dieser Grund wurde wohl als noch wichtiger angesehen, dass diese Kombinationspräparate von Abhängigen nicht so einfach parenteral (z.B. i.v.) verabreicht werden können, da dabei das Naloxon sofort wirksam wird und in hoher Konzentration die Rezeptoren antagonistisch belegt, was zu Entzugserscheinungen führt. Mehr dazu auf der Detailseite. Tilidin ist aufgrund seiner ausgeprägten schmerzstillenden Wirkung ein beliebtes Analgetikum, und hat auch eine stark ausgeprägte euphorisierende Wirkung. An dieser Stelle sollte noch einmal erwähnt werden, dass das enthaltene Naloxon nicht vor Abhängigkeit schützt, es verhindert prinzipiell auch nicht den Missbrauch – lediglich sehr hohe Dosen oder parenterale Gabe ist damit nicht möglich. Applikationsformen: Tablette, Retardtablette, Kapsel, Tropfen, Injektionslösung Status: Injektionslösung: Btm; Tilidin/Naloxon-Kombinationen: Rezeptpflicht | ||
| Pethidin | Wurde es früher sogar zur i.v.-Anästhesie eingesetzt, findet das Pethidin heute nur noch seine Anwendung in der postoperativen-, Akut- bzw. in selten Fällen in der Langzeitanalgesie. Pethidin ist nicht gravierend stärker als Tilidin, wirkt auch etwas kürzer, jedoch ist der Wirkungseintritt im Allgemeinen ein bisschen schneller. Auch Pethidin hat eine ausgeprägte euphorische Komponente, es hat aber auch eine Besonderheit: Der aktive Metabolit Norpethidin besitzt krampffördernde Eigenschaften und kumuliert zudem bei andauernder Pethidingabe, was es für die Langzeitanalgesie in vielen Fällen unpraktisch, wenn nicht sogar unbrauchbar macht. Dies ist auch ein Problem bei einer starken Abhängigkeit, weswegen dann unbedingt auf ein anderes Opioid umgestiegen werden sollte. Bei gelegentlicher Einnahme (z.B. kurzen Schmerzzuständen) ist dieses Problem, so man keine vorbestehende Veranlagung im Bezug auf Krampfanfälle hat, und nicht mit ungeeigneten anderen Stoffen kombiniert, zu vernachlässigen. Applikationsformen: Retardtablette, Injektionslösung Status: Btm | ||
| Pentazocin | Pentazocin ist ein partieller Agonist, der den µ-Rezeptor antagonistisch belegt und dafür am kappa-Rezeptor anbindet. In seiner therapeutischen Potenz etwa 1,5x so stark wie Pethidin, wird es hauptsächlich zur Akutanalgesie eingesetzt. Pentazocin soll nicht so "verspulen" wie andere Opioide, was evtl. damit zusammenhängt, dass es nur ein partieller Agonist ist. Applikationsformen: Kapseln, Zäpfchen, Injektionslösung | ||
| Nalbuphin | Nalbuphin ist ein partieller Agonist. Er agonisiert die kappa-Rezeptoren und agonisiert die µ-Rezeptoren partiell. Mit einer Potenz von 0,5-0,6 recht stark und trotz dem nur rezeptpflichtig, da Nalbuphin wohl als nicht so gefährlich eingeschätzt wird. Applikationsformen: Inj.-Lösung Status: Rezeptpflicht, untersteht nicht dem BtmG | ||
| Piritramid | Piritramid (Dipidolor®) ist das stärkste niederpotente Opioid, was momentan klinisch eingesetzt wird. Es hat eine stark ausgeprägte euphorische Komponente und Schmerzen stillt es wirklich zuverlässig. Unter den Konsumenten, die nicht in medizinischen Fachkreisen verkehren oder sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen, scheint es recht unbekannt zu sein. Klinisch wird es nur zur Akutanalgesie (z.B. nach Operationen) bei starken bis sehr starken Schmerzen eingesetzt. Mit einer HWZ von 5-10h ist es auch vergleichsweise lang wirksam. Applikationsform: Injektionslösung Status: Btm (untersteht dem BtmG) | ||
| Morphin | Morphin ist der "Opa" unter den klinischen Opioidanalgetika. Es ist das Hauptalkaloid des Schlafmohns und wurde erstmals ~1805 isoliert; synthetisiert wurde es erstmalig 1952. Morphin wird in der heutigen Medizin sowohl zur Akut-/Langzeitanalgesie sowie in sehr seltenen Fällen zur Anästhesie und gegen starken Durchfall verwendet. Es wirkt auch stark euphorisierend, allerdings ist seine sedative Komponente stärker als die des Piritramids, wodurch die Euphorie etwas Überschattet wird und man nach einer Narkose das Geschehen um einen herum nicht ganz so gut mitbekommt (wobei das relative Feinheiten sind, da auch Piritramid deutlich sediert). Obwohl es Btm ist, ist Morphin in der Szene das am zweithäufigsten anzutreffende Btm-Opioid Morphin ist die Bezugssubstanz für die berechnung der Potenz unter den pharmazeutischen Opioiden (mit einer Potenz von 1). Applikationsformen: Tablette, Retardtablette, Tropfen, Injektionslösung, Trocken- substanz, Zäpfchen Status: Btm | ||
| Hydrocodon | Relativ selten eingesetztes Antitussivum. Als Analgetikum wird es hierzulande wenig verwendet, in anderen Ländern haben sich Paracetamol/Hydrocodon-Kombinationen etabliert, fast so, wie hier die Paracetamol/Codein-Kombinationen. Applikationsformen: Tablette, Injektionslösung Status: Btm | ||
| Diacetylmorphin (Heroin) |
Diacetylmorphin (Heroin®, "Schore", "Braunes" ...) wurde um 1890 von den damaligen "Farbenfabriken vorm. BAYER & Co." synthetisiert und rezeptfrei als eine Art "Universalmedikament" vertrieben. Um das hohe Abhängigkeitspotential wusste man damals nicht. Erst später wurde es rezeptpflichtig, dann Btm. Diacetylmorphin ist von der Substanz her nicht schlimmer, als andere starke Opioide (z.B. Morphin, Fentanyl,...). Schlimm ist die Qualität der "Straßen-Schore", daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. Zudem soll in Deutschland jetzt wieder reines Diacetylmorphin zum Einsatz kommen, um Abhängige zu substituieren, die Konditionen dafür sind aber bislang schlecht. Die Qualität des "Straßenheroins" liegt im Durchschnitt bei 3-8% (!) – besseres bekommt man nur ganz selten! Status: Btm Anlage I (nicht verkehrsfähiges Btm, heißt: Darf auch in Kliniken nicht verwendet werden) | ||
| Methadon | Methadon hat eine Potenz von 2,5 und wird seit Jahren zur Substitution schwer Opioidabhängiger eingesetzt. Der Entzug ist allerdings noch etwas schwerer als das von DAM. Die HWZ ist sehr lang. Methadon ist nicht als fertiges Präparat erhältlich, dieses wird in der Apotheke je nach Wunsch des Arztes aus der Substanz hergestellt. Applikationsformen: Individuelle Zubereitung nach Verordnung Status: Btm | ||
| Levomethadon | Levomethadon ist im Prinzip die gleiche Substanz wie Methadon, nur bezieht sich Levomethadon nicht auf das Racemat. So ist beim Levomethadon nicht das kaum wirksame Dextro-Enantiomer enthalten, wodurch der Potenzunterschied zustande kommt. wird sowohl zur Substitution, als auch – wenn auch selten - zur Analgesie und als Antitussivum bei sehr schweren Fällen verwendet. Durch die sehr lange Eliminationshalbwertzeit ist eine Behandlung bei Überdosierung schwierig, andererseits ergeben sich daraus auch möglichkeiten für die Schmerztherapie – nicht umsonst spricht man teilweise (wenn auch nicht ganz fachmännisch) von "natürlicher Retardierung". Applikationsformen: Tropfen, Injektionslösung, Lösung Status: Btm | ||
| Oxycodon | Oxycodon hat eine Potenz von ~3 und wird von manchen auch als "das Heroin der Reichen" bezeichnet, was wohl zwei Ursachen hat: Einerseits soll Oxycodon sehr stark euphorisieren, mindestens so stark wie Heroin (ich selbst kann es nicht beurteilen, da ich dieses Opioid noch nicht getestet habe). Zum anderen sind die Preise für Oxycodon-Tabletten enorm hoch, Injektionslösung gibts hierzulande nicht und auch sonst scheint diese sehr rar zu sein. Klinisch wird es sehr häufig zur Langzeitanalgesie bei Patienten mit chronischen Schmerzen eingesetzt. Oxycodon stellt eine verträglichere Alternative zu Morphin da. Applikationsformen: Retardtablette (in anderen Ländern auch Injektionslösung) Status: Btm | ||
| Hydromorphon | Wird zur Akut- und Langzeitanalgesie in besonders schweren Fällen eingesetzt, wenn andere Analgetika nicht ausreichen. Die analgetische Wirkung ist sehr stark, ebenso die euphorische. Es sediert nur wenig und gehört damit auch zur Gruppe der Opioide die eher aktivmachend sind Hydromorphon hat eine Potenz von 7-7,5. erwähnenswert ist hier vielleicht noch, dass die Nebenwirkungen niedriger sind, als die des Morphins, was u.a. wohl damit zusammenhängt, dass es nicht zu dem ebenfalls aktiven Morphin-6-Glucuronid metabolisiert wird. Hydromorphon stellt eine ausgezeichnete Alternative zur Morphin in der Schmerztherapie da, eben weil es nicht so stark sediert und die Nebenwirkungen deutlich geringer sind. Applikationsformen: Retardtablette, Injektionslösung Status: Btm | ||
| Oxymorphon | Oxymorphon ist ein relativ seltenes vollagonistisch wirkendes Opioid, welches im Bezug auf die Euphorie wohl noch mächtiger ist, als Oxycodon. Es hat eine therapeutische Potenz von etwa 10. Handelsname: Numorphan® (wird allerdings hierzulande nicht verwendet und ist auch nicht verfügbar). Es wird bei starken bis stärksten Schmerzen eingesetzt Applikationsformen: Injektionslösung Status: Nicht in Neutschland zugelassen, Global Btm | ||
| Alfentanil | Alfentanil gehört zur Gruppe der Anilinopiperidine und hat eine Potenz von ~25. Es wird zur Anästhesie eingesetzt und ist ein recht gefährliches Opioid. Der Wirkungseintritt von Alfentanil ist recht schnell. Zum Konsum ohne medizinische Überwachung ist allein schon wegen dem hohen atemdepressiven Potential zu gefährlich.. Applikationsformen: Injenktionslösung Status: Btm | ||
| Buprenorphin | Buprenorphin ist ein partieller Agonist, d.h. er agonisiert nicht alle Rezeptoren, bzw. hat auch antagonistische Eigenschaften. Seine analgetische Wirksamkeit ist nicht immer gegeben: Trotz einer Potenz von 30 ist es bei vielen Schmerzpatienten nur unzureichend wirksam, bei denen Gegensatz dazu bei dem nur 0,04x so potenten Piritramid eine Schmerzbefreiung eintritt. Buprenorphin hat eine sehr hohe Affinität, sodass es durch Naloxon nicht oder nur unzureichend antagonisiert werden kann. Die Substanz ist nicht in allen Ländern Btm. Auch Buprenorphin darf nicht unterschätzt werden, was das abhängigkeitspotential anbelangt! Buprenorphin wird zur Substitution eingesetzt. Applikationsformen: Sublingual-Tablette, Injektionslösung, Membranpflaster Status: Hierzulande Btm | ||
| Fentanyl | Fentanyl ist der bekannteste Vertreter der Anilinopiperidine. Es ist ein ebenfalls hochpotentes Opioid und hat eine Potenz von ~100. Es wird zur Anästhesie und zur Akut-/Langzeitanalgesie eingesetzt, wenn andere Maßnahmen erfolglos sind. Die Dosen für Akutanalgesie bewegen sich um 100-300µg, zur Anästhesie normal 100-500µg initial. Im Gegensatz zur anderen Opioiden induzieren die Anilinopiperidine keine Histaminfreisetzung, was zu weniger Nebenwirkungen führt. Die analgetische Komponente ist sehr stark, die sedative auch. Fentanyl hat auch eine ausgeprägte euphorisierende Komponente, allerdings bekommt man durch die starke Sedierung nicht mehr viel davon mit (kann ich aus eigener Erfahrung sagen, da ich schon einige Anästhesien mit Fentanyl als Analgetikum bekommen habe). Es ist ein sehr gefährliches Opioid und sollte keinesfalls ohne professionelle Überwachung sowie Naloxonverfügbarkeit angewendet werden, da es leicht zu Atemdepression/Atemlähmung führen kann. Ausnahmen sind Patienten die klinisch auf die Applikation mit Fentanyl-Membranpflastern eingestellt wurden und mindestens 7 Tage unter klinischer Überwachung standen. Die Pharmakokinetik von Fentanyl ist recht komplex: Aufgrund seiner hohen Lipophilie lagert es sich schnell in Fett- und Muskelgewebe ab, weswegen die HWZ mit zunehmender dauer der Applikation unproportional ansteigt. Applikationsformen: Membranpflaster, Lutscher, Inj.-Lösung Status: Btm | ||
| Remifentanil | Ultrakurz wirksames Opioid vom Typ der Anilinopiperidine welches für kurze TIVA (totale intravenöse Anästhesie(n)) eingesetzt wird. Im Gegensatz zu Fentanyl gibt es keine Verlängerung der HWZ bei steigender Anwendungszeit, da das Remifentanil sofort von den Körperesterasen abgebaut wird. somit ist auch das Ausschleichen einer TIVA problemlos möglich und stellt (sofern richtig organisiert) sogar eine Ideallösung da. Auch Remifentanil ist sehr gefährlich und darf ohne Überwachung nicht angewendet werden und auch bei Remifentanil wird die euphorische Komponente teilweise durch die sedierende überlappt Applikationsform: Inj.-Lösung Status: Btm | ||
| Sufentanil | Seit seiner Einführung das klinische Referenzopioid. Mit einer Potenz von 700-1000 bildet es die derzeitige Spitze unter den medizinisch angewendeten Opioiden. Es wird gerne bei größeren kardiologischen Eingriffen eingesetzt und auch bei geburtshilflicher Anästhesie ist es ein unter Zuhilfenahme des Lokalanästhetikums Bupivacain häufig eingesetztes Opioid. Sufentanil darf ohne professionelle Überwachung/Naloxonverfügbarkeit nicht angewendet werden. Applikationsformen: Injektionslösung | ||
| Besondere Opioide |
Besondere Opioide:
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| Opium | Opium ist der getrocknete Milchsaft des Schlafmohns. Er enthält etwa 30 Alkaloide. Die wichtigsten sind Morphin, Codein, Papaverin, Narcotin und Thebain. Opium kann geraucht oder gegessen werden. | ||