| Name des Opioids | Nalbuphin | |
| besonders bekannte Bezeichnungen | Nubain® | |
| Infotext | Nalbuphin ist ein gemischt wirkender Agonist/Partiellagonist, der auf µ-Rezeptoren partiellagonistisch wirkt, auf die kappa-Rezeptoren dagegen vollagonistisch. Es wird zur Analgesie nach Operationen und bei der geburtshilflichen Analgesie eingesetzt (wobei unbedingt das atemdepressive Potential zu beachten ist - da Nalbuphin die Plazenta passiert, ist das Neugeborene Kind nach der Geburt hierdurchgefährdet), wie auch zur Aufhebung bzw. Reduktion der durch Vollagonisten vermittelten Atemdepression, sofern der betreffende Vollagonist niederaffiner als Nalbuphin ist. Nalbuphin hat zwar eine vergleichsweise hohe µ-Rezeptor-Affinität, ist jedoch an diesen Rezeptoren eher geringe intrinsisch aktiv. Nalbuphin untersteht nicht dem Betäubungsmittelgesetzt, das Euphorische Potential ist aber wohl auch eher gering durch die starke kappa-bindung und den Partiellagonismus an den µ-Rezeptoren. Nalbuphin hat ebenfalls ein atemdepressives Potential, allerdings stagniert es bei einer Dosis von etwa 0,3mg / kg KG bei ~15-25% durch Ceiling-Effekt des Nalbuphins. |
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| Anwendung | Nalbuphin wird als Injektionslösung intravenös injiziert | |
| zu beachten | Nalbuphin kann nicht als Substitut bei Opioidabhängigkeit verwendet werden, da es starke Entzugserscheinungen auslösen kann. | |
| Vollagonist / Partiellagonist | gemischter Agonist/Partiellagonist | |
| therapeutische Potenz | 0,6 | |
| Wirkungseintritt | i.v.: 2 - 3min, i.m./s.c.: 5 - 10min. | |
| HWZ | ~3h | |
| durchschnittliche Wirkdauer | 3 - 6h | |
| Applikationsformen | Injektionslösung | |
| Bioverfügbarkeit | oral: ~25% | |
| Metaboliten | Glukuronid- und Sulfatkonjugate, Noroxymorphin, Nalbuphin-N-Oxid | |
| Dosierung (ohne Toleranz) | Einzeldosis: i.v./i.m.: 0,12 - 0,3mg / kg KG Tagesdosis: i.v./i.m.: 0,6 - 2,2mg / kg KG |
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| Wirkmechanismus | Nalbuphin ist direkt wirksam und bindet agonistisch kappa- und partiellagonistisch an µ-Rezeptoren an. Es kann durch höhere Affinität Opioide wie Morphin oder Fentanyl teilweise verdrängen! | |
| emetisches Potential | mittel | |
| sedierendes Potential | mittel - hoch | |
| besondere mögliche Nebenwirkungen | - | |
| besondere mögliche Wechselwirkungen | kann leicht die Wirkung anderer Opioide abschwächen! Phenothiazine und Penicillin verstärken emetisches- und sedierendes Potential |
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| gefährlicher Dosisbereich | i.v.: ab 0,5 - 0,7mg / kg KG, bei Kindern jedoch schon weniger | |
| Antidote | bedingt: Naloxon (Narcanti®), Naltrexon (Nemexin®), Nalmefen (Revex®) | |
| Summenformel | C21H27NO4 | |
| IUPAC Name | N-Cyclobutylmethyl-4,5alpha-epoxy-3,6alpha, 14-morphinantriol | |
| Struktur | ![]() |
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| Gewinnung | Vollsynthese | |
| rechtlicher Status (Btm / Rp) | Rezeptpflicht | |
| Bilder | ||